Sonntag, 26. August 2012

Marie Louise Fischer: Sanfte Gewalt

Seit Jahren habe ich mal wieder so einen Schmöker gelesen, wo man das kommende Happy end schon beim Lesen des Klappentextes ahnt. Ich bin ja kein gehässiger Mensch, aber ich hätte mir doch gewünscht, dass die Mutter ein wenig länger hätte leiden müssen. Das Ende kam einfach zu abrupt. Ich mag Menschen nicht, die immer so tun, als wären sie mit Dir einer Meinung, aber in Wirklichkeit kochen sie innerlich. Oder die Dir mit ihren Antworten permanent ein schlechtes Gewissen verabreichen. Katrin ist eine tolle Handarbeitskünstlerin. Sie strickt schicke Pullover und arbeitet im Familienunternehmen "Die kleine Strickstube", das dank Katrin sehr gut läuft. Sie denkt, sie hat ein glückliches Leben. Dabei ist sie kreuzunglücklich, was ihr Magen ihr ständig zu verstehen geben will. Doch sie versteht die Zeichen noch nicht.
Und als Katrin eines Tages endlich aufbegehrt, kommt es zum Eklat mit Mutter und Tochter. Ich habe die Befürchtung, wenn Katrin nicht auch Unterstützung von außen (in Gestalt ihres Vaters oder ihres Chefs, bei dem sie als freie Mitarbeiterin bei der Zeitschrift "Libertá" tätig ist), wäre ihr die Abnabelung nicht so gut geglückt.
Das Buch liest sich schnell runter, der Schreibstil ist angenehm zu lesen.

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