Sonntag, 26. August 2012

Adèle Geras: Im Sommer der Geheimnisse

Mag sein, dass das Leben die schönsten Romane schreibt. Für ein Buch sollte es dann aber doch ein bisschen aufregender sein. Lous Großmutter war eine alte Frau, die ihr Leben lang nur an sich gedacht hat. Das Schicksal anderer Menschen, selbst das ihres Mannes lies sie kalt. Und diese Frau ändert klammheimlich, quasi mit ihrem letzten Atemzug ihr Testament, nur damit sich die Familie in die Haare bekommt. Diese ist bunt zusammengewürfelt. Matt, in zweiter Ehe mit Phyl verheiratet, geht mit seiner Ex Ellie fremd. Deren gemeinsamer Sohn Justin erbt das Familiengrundstück und verschleudert es. Die gemeinsame Tochter Nessa lässt sich scheiden und verliebt sich in ihre langjährige Freundin. Alles nichts Besonderes.

Und dann ist da Lou. Ihr zeigt die Großmutter im Nachhinein am deutlichsten, dass sie sie nicht leiden konnte, indem sie ihr die Rechte an den Büchern vererbt, die ihr Großvater geschrieben hat. Die Bücher, die er ihr, als sie ein kleines Kind war, vorgelesen hat und die schon lange nicht mehr verlegt werden.
Der Erzählstrang um Lou war noch der interessanteste. Die Liebesgeschichte zwar vorhersehbar, aber nett geschrieben. Spannend waren für mich die Passagen, in denen es um das Geheimnis der Bücher geht und alleine deshalb hat das Buch doch ein bisschen Spaß gemacht.

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