Dienstag, 6. Januar 2015

Lesen mit Mira: Isabel Allende: Mein erfundenes Land


Liebe Mira,

ich danke Dir dafür, dass Du zum Jahresauftakt dieses tolle Buch für uns ausgesucht hast. 

Ich kannte bisher nur den Film "Das Geisterhaus" und empfand ihn als sehr brutal. 

Von ihrem Schreibstil bin ich begeistert, ihrer Art, über ihr Heimatland Chile und ihre Landsleute zu schreiben. Sehr poetisch, humorvoll und auch mal ironisch.

Zum Schluss musste sie natürlich auch noch ein paar Sätze zur Politik bringen. War die es doch, die sie aus ihrem Land vertrieben hat. Der Militärputsch 1973, den ich damals in den Nachrichten mitbekommen habe. Ich ging noch zur Schule. 
Was für Amerika der 11. September 2001 war, war für Chile der 11. September 1973. Pinochet fielen ca. 3000 Chilenen zum Opfer, mehr als eine Million flüchtete ins Exil.
Victor Jara, ein chilenischer Sänger, war eines der bekannten Opfer, von dessen Ermordung wir damals erfuhren. Zusammengepfercht in einem Stadion, brach man ihm die Hände, damit er nicht mehr Gitarre spielen konnte. Mit mindestens 44 Schüssen töteten sie ihn.
Und wessen Unterstützung hatte dieser Augusto Pinochet? Natürlich: Amerika.

Später, in den 80er Jahren, sah ich dann den Film "Vermisst", der sich dem Thema Militärregierung in Chile annahm: http://de.wikipedia.org/wiki/Vermi%C3%9Ft_(Film) Der ging mir ganz schön unter die Haut.

Und auch in "Das Geisterhaus" kommt es vor, wie ich es im Film gesehen habe. Das Buch ist schon unterwegs zu mir. Das werde ich demnächst dann mal lesen. Da freue ich mich schon drauf.

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