Donnerstag, 8. Januar 2015

Konsalik: Die Tochter des Teufels

Ich hätte niemals gedacht, dass mich ein Konsalik noch mal so gefangennimmt.
Die Witwe Helena Feodorowna Woronzowa begegnet Rasputin und verliebt sich in ihn. Nach einer gemeinsamen Nacht verlässt Rasputin sie und Helena bringt neun Monate später ein Mädchen zur Welt: Nadja, die Tochter des Teufels.
Als Nadja sechs war, lernte sie ihren Vater kennen, der sie mit nach Petersburg nahm. Helena ließ er einfach zurück.

Am 30. Juli 1904 wird der Zarewitsch geboren. Nach einer Verletzung, die nicht aufhört zu bluten, stellen die Ärzte fest, dass er ein Bluter ist. Doch helfen können sie ihm nicht. Nachdem alle Ärzte und Quacksalber konsultiert wurden, blieb Rasputin die letzte Chance. Und tatsächlich, er konnte dem Jungen helfen und ihn heilen.

Der mächtigste Mann im größten Land der Erde hieß ab heute nicht mehr Nikolaus II., sondern Rasputin.

Helena wartete über ein Jahr auf eine Nachricht aus Petersburg. Doch nichts, weder von Rasputin noch von ihrer Tochter erhielt sie ein Lebenszeichen. So wollte sie sich auf den Weg machen, doch eine Lungenentzündung streckte sie nieder. Bis diese auskuriert und Helena wieder bei Kräften war, rollte aus der Taiga der Wintersturm heran. 30 Grad Frost, die Straßen sind dicht. Doch Helena will mit dem Schlitten übers Eis.
Das ist ihr Todesurteil, denn die hungrigen Wölfe sind mutig geworden. Sie greifen den Schlitten an und niemand überlebt.

Konsalik hat diese Szene eindrucksvoll, doch glücklicherweise recht kurz beschrieben.

Rasputin ließ Nadja nun bei der Zarenfamilie.

1912 lernt Nadja den Offizier Nikolai Gurjew kennen. Er rettet sie vor zwei aufdringlichen Halunken und sie verlieben sich auf den ersten Blick ineinander.
Rasputin ist mit dieser Wahl seiner Tochter überhaupt nicht einverstanden. Ein Offizier, dessen Beruf es ist, in den Krieg zu ziehen und zu töten.
Zwei Jahre später findet zwischen Rasputin und Gurjew ein Treffen statt, wo der Vater erfährt, dass Gurjew bei der Zarin um Nadjas Hand anhalten will.

Was für eine Geschichte. Was für eine Kraft hatte diese Frau, nach jedem Schicksalsschlag wieder aufzustehen und weiterzumachen. 
Egal, was viele über Konsalik denken, mir hat diese Geschichte unheimlich gefallen. Sie war spannend und unterhaltsam erzählt. Zeitweise mochte ich das Buch nicht aus der Hand legen, so tief war ich versunken.




1 Kommentar:

  1. Ich habe früher einige Konsalik gelesen, weil mein Vater eine ganze Sammlung davon im Regal hatte. Die Bücher stehen immer noch bei meiner Mutter, und deine Beschreibung hat mir Lust gemacht, diesen Roman zu lesen. Bei meinem nächsten Besuch werde ich bei meiner Mama mal danach Ausschau halten.
    LG
    Susanne

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