Samstag, 10. Januar 2015

Agatha Christie: Vorhang

Dies ist der letzte Hercule-Poirot-Roman. Und mit was für einem überraschenden Ende.

Hercule Poirot hält sich auf dem Landsitz Styles auf. Er ist herzkrank und von Arthritis gezeichnet. Er bittet Captain Hastings, hierher zu kommen, an den Ort, wo sie sich das erste Mal trafen und ihren ersten Fall bearbeiteten (ob sie den auch lösten weiß ich nicht, da ich die Geschichte noch nicht kenne).
Poirot, dessen kleine grauen Zellen immer noch fabelhaft funktionieren, auch wenn ihn sein Körper langsam im Stich lässt, teilt Hastings mit, dass es einen Mord geben wird. Er hat eine Zusammenfassung von fünf verschiedenen Verbrechen geschrieben, die alle nichts miteinander zu tun haben, an denen Poirot aber etwas aufgefallen ist. Nur den Mörder brachte Poirot mit allen in Verbindung.
Aber wer ist dieser Mörder? Captain Hastings fragt vergeblich danach. Und sooft Poirot ihm die Antwort verweigert mit dem Hinweis darauf, dass es zu gefährlich ist, wenn Hastings etwas darüber erfahren würde, bohrte Hastings mit einer Penetranz weiter, die ihn mir fast unsympathisch machte.

Die Auflösung des Falles erzählt Poirot in diesem letzten Krimi nicht persönlich, er schreibt sie in einem Brief an Hastings, den dieser erst nach Poirots Tod liest.

Poirot, der sich der Gerechtigkeit und dem Gesetz so verpflichtet fühlte, war am Ende alles gemeinsam: Privatermittler, Täter und Opfer.

So viele Krimis habe ich von Agatha Christie noch nicht gelesen. Ich fand diesen absolut spannend, für mich nicht vorhersehbar und habe es als schön empfunden, nicht Poirots Dialekt lesen zu müssen, den er ja immer an den Tag legt. Bei einem früheren Buch hatte ich schon überlegt, ob ich erst Französisch lernen sollte. Leider fällt mir der Titel nicht mehr ein.

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