Mittwoch, 30. September 2015

Sabine Schäfers: Trau mir nicht!

Ein rasanter Thriller, mit einem absolut treffenden Titel. Denn trauen sollte man keinem in dieser spannenden Geschichte um geheime Organisationen, merkwürdigen Projekten, eigenartigen Nachbarn und einem Fuchs.
Quelle: Sabine Schäfers
Worum geht es:
Merkwürdige Vorfälle überschatten Isabels Ferien auf dem Familiensitz in Südfrankreich, aggressive neue Nachbarn beunruhigen sie, nur knapp entgeht Isabel einigen seltsamen Unfällen. Und sie spürt, dass Luc, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat, etwas vor ihr verbirgt. Was weiß er über die Vorgänge im Ort?

Die Wahrheit übersteigt ihre schlimmsten Befürchtungen. Isabel gerät in die internen Machtkämpfe einer internationalen Bande, und plötzlich ist nicht nur ihr Leben in Gefahr, sondern auch das ihrer Familie. Als die Ereignisse sich überschlagen, geht Isabel ein riskantes Bündnis ein. Um ihre Familie zu retten, bleibt ihr keine andere Wahl als der Gegenangriff – selbst, wenn sie gegen den Mann antreten muss, den sie liebt. (Quelle: Buchbeschreibung)
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Kein Wunder, denn Sabine Schäfers hat sich bei ihrem Buch nicht lange mit Einleitung und Vorgeplänkel aufgehalten. Direkt in den ersten Seiten gerät die Protagonistin in eine unheimliche und beklemmende Situation. Da man als Leser nicht darauf vorbereitet ist, wird sofort Spannung aufgebaut. Und dieser Spannung kann man sich während des kompletten Handlungsverlaufs kaum entziehen.


Man trifft auf unterschiedliche Charaktere, die man zunächst nicht zuordnen kann. Alles deutet darauf hin, dass eine große Verschwörung im Gang ist. Aber wer gehört zu den Bösen, wer gehört zu den Guten? Als Leser spekuliert man und versucht die einzelnen Personen in Beziehung zueinander zu bringen. Doch schnell stellt man fest, dass die einzelnen Charaktere nicht unbedingt das sind, was sie vorgeben zu sein. Sie haben ihre Geheimnisse, trauen sollte man also keinem. Erst mit der zweiten Hälfte des Buches beginnt man, die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Personen zu verstehen.
"Eigenartig, wie sich mit einem Mal alle möglichen Leute in der Coquillerie die Klinke in die Hand gaben. Oder war ihr das früher nur nicht aufgefallen?" 
Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, wobei die einzelnen Episoden relativ kurz gehalten sind. Dadurch bekommt die Handlung einen Sog, der den Leser mitreißt. 
Was mir richtig gut gefallen hat, ist der Stimmungswechsel in diesem Buch. So kann es passieren, dass auf eine bedrohliche Situation ein entspanntes Szenario folgt, in dem der Leser fast schon in Urlaubsstimmung versetzt wird.
„Im unvergleichlichen pastellrosa Morgenlicht, das es so nur hier in Céret gab, streichelte die frühlingswarme Luft ihre Haut und trug vom Wochenmarkt das Aroma von Gewürzen, Knoblauch, Käse, frischem Baguette und Mittelmeer heran.“
Diese nette und entspannte Stimmung hält jedoch nie lange an. Denn ehe man es sich versieht, wird es wieder nervenaufreibend.
Zum Ende entwickelt sich die Handlung zu einem rasanten Verwirrspiel, das einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt.

Dies ist das 2. Buch, das ich von Sabine Schäfers gelesen habe. Ihr Mistery-Thriller „Himmelsmacht“ hat mir bereits sehr gut gefallen. Aber mit ihrem aktuellen Buch „Trau mir nicht!“ legt sie nochmal eine Schippe drauf. Ein Thriller, wie man ihn sich wünscht: mega-spannend, intelligent konstruiert, der den Leser auch gern mal in die Irre führt. Es hat einfach nur Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen.

© Renie

Trau mir nicht!
Autorin: Sabine Schäfers
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN: 978-1517330019


Hier geht es zum Internetauftritt von Sabine Schäfers.

Am Sonntag, 4. Oktober um 19 Uhr findet im Übrigen eine Lesung der anderen Art statt. Im Rahmen eines großen, virtuellen Literatur- und Kunst-Events liest Sabine Schäfers aus ihrem Thriller. Auf ihrer Webseite gibt es nähere Informationen dazu.

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