Mittwoch, 11. Februar 2015

Bruno Apitz: Nackt unter Wölfen


Es ist ein trauriges Thema, Zweiter Weltkrieg, die letzten Monate vor der Befreiung.

Bruno Apitz, 1900 geboren, war in verschiedenen Konzentrationslagern inhaftiert, zuletzt acht Jahre bis zur Befreiung im KZ Buchenwald.



Ich kenne diese Geschichte als Film. Zu DDR-Zeiten habe ich ihn gesehen. Ich habe bei YouTube einen Trailer gefunden:



Im Buch bin ich über dieses Zitat gestolpert:

Deutsches Volk, was für ein Rindvieh bist du ... Erst verdunkelst du dir das Gehirn und dann die Fenster.

Wenn ich so schaue, mit was wir uns heutzutage beschäftigen, was die Masse für ein TV-Format schaut, wie die Politiker uns für dumm verkaufen und nur noch eine Politik des Geldes betreibt, dass der Paragraf 1 des Grundgesetzes schon längst überholt ist, was uns alles verschwiegen wird, was für Kriegstreiber wir eigentlich sind, da finde ich das Zitat beängstigend aktuell.

Ich hatte eine ältere Ausgabe des Buches. Lesen tu ich nun aber die Neuauflage vom Aufbau-Verlag. In dieser Neuauflage stehen nun viele Wörter, Satzteile und Sätze in Klammern, die in vorherigen Ausgaben nicht vorhanden sind. Es sind meist Passagen, die sehr krass klingen. Die die Gefahr und den Ernst der Lage noch deutlicher wiederspiegeln. Auch wie die SS mit den Gefangenen umgeht, wird mit solchen Passagen deutlicher.


Gestern habe ich noch ein Buch entdeckt: Das Buchenwaldkind: Wahrheit, Fiktion und Propaganda von Bill Niven.


Ich denke, für dieses Thema brauche ich ein bisschen länger. Und ich werde sicher mal ein anderes Buch dazwischenschieben, um etwas Abstand zu bekommen.

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