Freitag, 25. April 2014

Iris Anthony: Die Blüten der Freiheit

Frankreich 1636: König Ludwig XIII. verbietet den Import von Spitze, daher florierte natürlich der Schmuggel über die Grenzen.
Anhand von 7 Personen wird hier die äußerst interessante Geschichte erzählt.

Katharina Martens ist seit 25 Jahren im Kloster und ist die beste Spitzenklöpplerin. Doch darf kein Kamin und keine Kerze angezündet werden, damit nur ja die Spitze nicht schmutzig wird. Da ist es kein Wunder, dass die Klöpplerinnen sehr schnell erblinden. Wenn sie ihre Arbeit nicht mehr verrichten können, werden sie aus dem Kloster gejagt und müssen sich oft als Huren verdingen. Auch Katharina kann schon fast nichts mehr sehen.
Heilwich Martens ist Katharinas Schwester und versucht sie aus dem Kloster zu befreien, bevor die Schwestern merken, dass Katharina auch schon fast erblindet ist.
Denis Boulanger ist ein Grenzbeamter, der unter enormen Druck steht, Schmuggler zu entlarven.
Der Hund ist eine sehr traurige und aufwühlende Erzählung aus der Sicht eines Hundes.
Lisette Lefort hat aus Versehen die Spitze eines Edelmannes beschmutzt.
Der Graf von Montreau ist äußerst erzürnt darüber, dass seine Spitze beschädigt ist und verlangt von Lisette und ihrem Vater horrende Summen, um den Schaden wieder gutzumachen.
Alexandre Lefort ist in Lisette verliebt und versucht alles um das Geld oder eine Ersatzspitze aufzutreiben.

Mich hat die Geschichte total fasziniert, es wird immer im Wechsel zwischen diesen Personen und dem Hund erzählt. Vor allem die Kapitel des Hundes haben mich schlucken lassen, da im Nachwort erzählt wird, dass dies auch alles so stimmt.
Der Schreibstil ist sehr fesselnd und man leidet und fiebert mit den Protagonisten mit.

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