Samstag, 8. März 2014

John Colapinto: Ein unbeschriebenes Blatt

Der Ich-Erzähler Cal Cunningham möchte unbedingt Schriftsteller werden. Aber nicht aus einem inneren Drang, nicht aus sich selbst heraus. Sein Vater, ein Chir9, hätte es lieber gesehen, wäre er in seine Fußstapfen getreten. Die Mutter tat seine unschuldigen Bemühungen in jungen Jahren beiläufig ab. Lag es daran? Wollte er es ihnen beweisen? Allerdings hat er, nun als Erwachsener, auch noch nichts aufs Papier gebracht. Cal teilt sich mit Stewart, einem Jurastudenten, dessen Wohnung. Im Gegensatz zu Cal hackt Stewart jeden Abend auf seiner alten Schreibmaschine rum. Eines Tages bittet er Cal, sich eine Kurzgeschichte anzuschauen, die er geschrieben hat. Und Cal ist platt. Als ob das aber noch nicht genug wäre, erfährt er, dass Stewart einen ganzen Roman geschrieben hat. Aber er kommt nicht mehr dazu, ihn zu veröffentlichen. Stewart hat einen Unfall und stirbt. Das nutzt Cal für sich. Er nimmt das Manuskript an sich und gibt es an einen Verleger weiter.

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