Freitag, 16. Mai 2014

Martina Sahler: Schreibfieber

Ich liebe Geschichten, in denen es um Bücher geht; daher kam ich hier voll und ganz auf meine Kosten.
Kristin, eine äußerst sympathische 17 jährige, geht aufs Gymnasium, liebt Lesen und Bücher über alles und möchte Schriftstellerin werden.
Doch das stößt bei ihrer Familie auf wenig Gegenliebe. Ihrer Mutter wäre es am liebsten, sie würde die Schule abbrechen und einen Beruf ergreifen.
Auch ihr Freund Stefan zeigt wenig Verständnis für Kristins Leidenschaft.
Da ist es kein Wunder, dass Kristin voll in Henry, den Vater ihrer neuen Freundin Ines verschossen ist.
Henry ist Chef eines Buchverlages und endlich hat sie jemanden gefunden, der ihre Interessen teilt.
Er versorgt sie mit Büchern, die sie dann zusammen besprechen.

Ich habe diese Geschichte verschlungen und konnte mich sehr mit Kristin identifizieren. Sie teilt meine Bücherleidenschaft, daher hätte ich sie am liebsten aus dem Buch herausgeholt um mit ihr über Gelesenes zu plaudern.
Sie verdient meinen großen Respekt, da sie ihren Weg unbeirrbar bestreitet.
Auch Henry mit seiner ruhigen, besonnenen Art hat mir sehr gut gefallen. Aber auch alle anderen Protagonisten, mal mehr, mal weniger sympathisch, sind sehr authentisch gestaltet.
Die Autorin hat einen sehr schönen, flüssigen Schreibstil, der einen von der ersten Seite an gefangen nimmt und in der Geschichte versinken lässt.
Für diese rundum sehr gut gelungene Erzählung, die uns zudem noch mit einer wunderschönen Liebesgeschichte verwöhnt, vergebe ich 5/5 Sternen.
Martina Sahler kann mich nicht nur auf dem historischen Sektor überzeugen sondern auch mit diesem neuen Genre.

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