Mittwoch, 15. Januar 2014

Elisabeth Büchle: Sehnsucht nach der fernen Heimat

Inhalt:
Im Jahre 1815 wandern Elisa Steiger`s deutsche Vorfahren in die russische Provinz Bessarabien aus um dort ein besseres Leben zu führen.
Dass ihnen dies gut geglückt ist, beweist dass sich 100 Jahre später Elisa und ihre Familie dort immer noch wohlfühlen und sich niemals vorstellen können, die geliebte Heimat zu verlassen.
Doch 1930 bricht der Krieg aus und die politischen Entwicklungen zwingen Elisa dazu mit ihrer Familie das Land zu verlassen und sich einer ungewissen Zukunft mit vielen Schicksalsschlägen zu stellen.

Meine Meinung:
Diese Geschichte hat mich sehr bewegt und aufgewühlt.
In sehr einfühlsamer Weise beschreibt Elisabeth Büchle die riesigen Strapazen und Qualen, die die Flüchtlinge durchmachen mußten.
Vor allem Lisa verdient meinen ganz großen Respekt. Selber noch ein junges Mädchen, sorgt sie sich in dieser schweren Zeit nicht nur um ihre Geschwister, sondern auch um die Nachbarskinder und Flüchtlingskinder, die sie unterwegs aufnehmen.
Sie verliert durch den Krieg ihre große Liebe Samuel aus den Augen und weiß nicht, ob sie ihn jemals wiedersehen wird.
Auch von ihren drei besten Freundinnen erleidet jede ihr eigenes Schicksal.
Zudem stellt ihr noch Georg nach, den sie verabscheut, der sich aber in den Kopf gesetzt hat, Elisa zu heiraten.

Alle Protagonisten verhalten sich sehr authentisch und diese Geschichte hat in mir viele Emotionen hervorgerufen. Ich denke auch, dass mir die Schicksale dieser Zeit noch lange im Gedächtnis bleiben.
Aber es ist auch wichtig, so ernste Bücher zu lesen, denn diese schlimme Zeit darf niemals in Vergessenheit geraten.

Für die gut recherchierte Geschichte, die mich bis zum Schluß fesseln konnte, vergebe ich 5/5 Sternen und empfehle das Buch gerne weiter.

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