Mittwoch, 30. September 2015

Sabine Schäfers: Trau mir nicht!

Ein rasanter Thriller, mit einem absolut treffenden Titel. Denn trauen sollte man keinem in dieser spannenden Geschichte um geheime Organisationen, merkwürdigen Projekten, eigenartigen Nachbarn und einem Fuchs.
Quelle: Sabine Schäfers
Worum geht es:
Merkwürdige Vorfälle überschatten Isabels Ferien auf dem Familiensitz in Südfrankreich, aggressive neue Nachbarn beunruhigen sie, nur knapp entgeht Isabel einigen seltsamen Unfällen. Und sie spürt, dass Luc, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat, etwas vor ihr verbirgt. Was weiß er über die Vorgänge im Ort?

Die Wahrheit übersteigt ihre schlimmsten Befürchtungen. Isabel gerät in die internen Machtkämpfe einer internationalen Bande, und plötzlich ist nicht nur ihr Leben in Gefahr, sondern auch das ihrer Familie. Als die Ereignisse sich überschlagen, geht Isabel ein riskantes Bündnis ein. Um ihre Familie zu retten, bleibt ihr keine andere Wahl als der Gegenangriff – selbst, wenn sie gegen den Mann antreten muss, den sie liebt. (Quelle: Buchbeschreibung)
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Kein Wunder, denn Sabine Schäfers hat sich bei ihrem Buch nicht lange mit Einleitung und Vorgeplänkel aufgehalten. Direkt in den ersten Seiten gerät die Protagonistin in eine unheimliche und beklemmende Situation. Da man als Leser nicht darauf vorbereitet ist, wird sofort Spannung aufgebaut. Und dieser Spannung kann man sich während des kompletten Handlungsverlaufs kaum entziehen.

Sonntag, 27. September 2015

David Foenkinos: Charlotte

Ein aufwühlender und verstörender Roman über die jüdische Malerin und Schriftstellerin Charlotte Salomon, die im Alter von 26 Jahren im KZ Auschwitz Birkenau umgebracht worden ist. Ihr kurzes Leben war von Schwermut und Hoffnungslosigkeit geprägt. 
Quelle: Verlagsgruppe Random House GmbH

Der Roman beginnt in ihrer Kindheit: Als Charlotte 9 Jahre alt ist, begeht ihre Mutter Selbstmord. Ihr Vater heiratet ein zweites Mal.
Ihre Schulzeit verbringt Charlotte an einem Mädchengymnasium, das sie jedoch 1933, ein Jahr vor ihrem Abitur verlässt, um den antisemitischen Anfeindungen zu entgehen. Aufgrund der Verdienste des Vaters im 1. Weltkrieg, erhält sie jedoch die Möglichkeit, die Kunsthochschule zu besuchen. Hier wird sie von einem Professor protegiert, der ihr künstlerisches Talent erkennt und den Mut besitzt, sich über die antisemitischen Repressalien hinwegzusetzen. Als Charlotte eine Auszeichnung für ihre Arbeit aufgrund ihrer jüdischen Herkunft versagt wird, bricht sie die Schule ab.
Mittlerweile ist der Druck der Nationalsozialisten auf die jüdischen Mitbürger kaum auszuhalten. Ihre Eltern schicken Charlotte ins Exil nach Südfrankreich, wo ihre Großeltern mütterlicherseits bereits vor einiger Zeit ausgewandert sind.
Eine Zeit lang ist Charlotte in Sicherheit. Doch irgendwann holt sie der Nationalsozialismus ein. Sie wird denunziert und nach Auschwitz verfrachtet. Hier stirbt sie im Alter von 26 Jahren.

Samstag, 26. September 2015

Helmut Exner: Alfies Bestattungsladen

"Eine bitterböse Krimikomödie aus dem Harz", die mich anfangs amüsiert und unterhalten, in der Mitte überrascht und zum Ende enttäuscht hat.



Das Buch ist in 3 Teilen geschrieben.


Teil 1 (Harz)

In Goslar betreibt Alfie - Alfons Witzki - mit seiner Familie ein Bestattungsunternehmen. Alfie ist jetzt nicht das, was man sich klischeehaft unter einem Bestatter vorstellt. Ganz im Gegenteil, er betreibt sein Geschäft auf sehr unkonventionelle Weise und ist immer auf der Idee nach neuen Geschäftsideen.
"Wenn er nur ein Prozent des deutschen Suizid-Marktes für sich bekäme, wäre er ein gemachter Mann. Mal ganz abgesehen von den Vorteilen für die Sterbewilligen. Die könnten in aller Ruhe in einer schönen Umgebung der Welt Lebewohl sagen. Mit etwas Fantasie könnte ein Hotelier hübsche Arrangements für den Tag X anbieten. Ein letztes gutes Essen, Musik, schöne Frauen oder auch Männer, auf Wunsch geistlichen Beistand oder ein letztes Besäufnis."
Eines Tages verschwindet ein junges Mädchen in Goslar und wird kurz darauf tot aufgefunden. Da das Mädchen eine gute Bekannte von Alfie's Tochter Rebecca war, hat Familie Witzki natürlich ein besonderes Interesse an der Aufklärung des Verbrechens.

Die Anekdoten, die der Autor rund um die Arbeit eines Bestatters liefert sind schon sehr komisch und strotzen nur so vor schwarzem Humor. Die Charaktere in dem Buch sind teilweise sehr skurril und kauzig dargestellt, aber trotzdem immer noch liebenswert. Als Leser hat man sie schnell ins Herz geschlossen. Dieser Teil des Buches hat mich großartig unterhalten. Er ist amüsant und spannend - genau das, was ich mir unter einer Krimikomödie vorstelle. Es hätte so weitergehen müssen ....

Teil 2 (Kanada)

Und plötzlich nach der Hälfte des Buches befindet man sich auf einer weiteren Handlungsebene. Der Autor entführt den Leser nach Kanada, in die Gemeinschaft der Hutterer.
"Die Hutterer sind eine Täufergemeinde, die sich am Ur-Christentum orientiert. Es werden ausschließlich erwachsene Menschen getauft, die darüber selbst entscheiden können... Und sie sind strikte Pazifisten. Am unheimlichsten ist den Menschen aber wohl bis heute, dass die Hutterer ihren ganzen Besitz zusammentun und alles miteinander teilen. Sie leben in Kolonien, und alle besitzen gleich viel. Es gibt in dieser Gemeinschaft keine Armen und Reichen. Sie leben weitgehend abgeschottet von der Welt und führen ein Leben nach strengen moralischen Vorstellungen."
Die Geschichten um die Hutterer sind hoch interessant. Ich habe mich jedoch die ganze Zeit gefragt, was das Leben der Hutterer mit den Geschehnissen in Goslar zu tun hat. Erst zum Ende des 2. Teils erfährt man den Zusammenhang. 

Teil 3 (Harz)

Der letzte Teil setzt nahtlos bei dem Ende des ersten Teils an. Dadurch wirkt der 2. Teil noch deplatzierter, als ob er erst nachträglich eingefügt worden wäre.
In dem letzten Teil wird das Verbrechen schließlich aufgeklärt. Es kommt zu einem kleinen "Showdown". 
Leider war dieser Teil für mich sehr enttäuschend. Die Handlung um das Verbrechen wirkte auf einmal konstruiert. Die Handlungen einiger Protagonisten waren für mich nicht nachvollziehbar. Kommissar Zufall hat eine zu große Rolle gespielt.

Wenn der erste Teil nicht so wundervoll gewesen wäre, hätte ich dieses Buch mit Sicherheit abgebrochen. Als Krimi war dieses Buch für mich enttäuschend. Dafür waren die Geschichten aus dem Berufsleben des Bestatters Alfie sehr amüsant und unterhaltsam. Wenn es also hierzu eine eigene Buchreihe gäbe, wäre ich mit Sicherheit dabei.
© Renie

Alfies Bestattungsladen
Autor: Helmut Exner
Verlag: EPV Elektronik-Praktiker
ISBN: 978-3943403374

http://www.helmutexner.de/

Mittwoch, 23. September 2015

Alina Bronsky: Baba Dunjas letzte Liebe

Was schreibe ich über ein Buch, das es bis auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft hat? Ein Buch, das von vielen gelobt worden ist, aber bei mir keinen überragenden Eindruck hinterlassen hat – nicht, weil es schlecht ist, sondern, weil es einfach nur nett ist. 


Baba Dunja ist eine ehemalige Hilfskrankenschwester im betagten Alter von 83 Jahren. Sie lebt in Tschernowo, einem ausgestorbenen Nest in Russland, das es eigentlich gar nicht mehr geben dürfte. Hier führt sie ein ruhiges und beschauliches Leben, inmitten einer Handvoll weiterer alter Leutchen, die hier ihr Leben beschließen wollen. Die einzige Aufregung, die sich ihnen im Alltag bietet, ist ein Besuch in der nächstgelegenen Kleinstadt, um Vorräte aufzufüllen, Post zu holen etc. Aber im Grunde genommen bevorzugen sie es, für sich zu bleiben, von dem zu leben, was sie selbst anbauen und ernten. Viele leben in den Tag hinein. Das Leben in Tschernowo könnte geruhsam und beschaulich sein, wenn .... ja, wenn der Reaktor nicht wäre. 
Denn Tschernowo liegt mitten im Sperrbezirk um den Reaktor von Tschernobyl. Die Umgebung ist verstrahlt. Das Dorf ist kurz nach dem Reaktorunglück geräumt worden. Jemand, der trotzdem hier hinzieht, entscheidet sich bewusst für das Ende seines Lebens. Und doch gibt es Menschen wie Baba Dunja, die mit dem Leben außerhalb nichts anfangen können, die sich im Alter vom Fortschritt überfordert fühlen, und, die sich nicht entwurzeln lassen möchten, ungeachtet aller Risiken, die sie mit der Entscheidung für ein Leben in Tschernowo eingehen.
„Ich bin alt, mich kann nichts mehr verstrahlen, und wenn doch, dann ist es kein Weltuntergang.“ (S. 16)

Freitag, 18. September 2015

Klaus Modick: Sunset


In seinem Exil in Los Angeles erhält der mittlerweile 72-jährige Lion Feuchtwanger die Nachricht, dass sein Freund Bertolt Brecht in Berlin gestorben ist. In den Stunden, die auf diese Nachricht folgen erinnert sich Feuchtwanger an viele Episoden aus dieser, für ihn bedeutsamen Freundschaft. Gleichzeitig durchlebt er viele Momente seines langen Schriftstellerdaseins noch einmal. 

"Es fängt damit an, denkt er, dass man versucht, Schönes zu schreiben. Später will man Großes schreiben. Noch später Gewaltiges, Moralisches, politisch Wirksames. Aber irgendwann, jetzt, kommt der Moment, da man nur noch das Wahre schreiben mag, und dann muss man feststellen, dass man die Wahrheit nicht kennt. So schrecklich ist das. So schrecklich einfach ist das. Immer aber schreibt man, weil man geliebt werden will." (S. 112)
In einzelnen Rückblenden nimmt der Leser teil an den Anfängen seiner Karriere und seinem Leben in Deutschland zur Zeit der Weimarer Republik sowie des Nationalsozialismus. 1940 reist Feuchtwanger dann in die USA ein. Hier wird er den Rest seines Lebens verbringen. Feuchtwanger ist einer von vielen deutschen Künstlern, die vor den Repressionen der deutschen Nationalsozialisten nach Amerika exilieren. In Los Angeles bildet sich eine Kolonie deutscher Künstler, die hier einen regen gesellschaftlichen Umgang miteinander pflegen. Man trifft auf Namen wie Arnold Zweig, Fritz Lang, Alfred Döblin, die Familie Mann und natürlich Bertolt Brecht.

Donnerstag, 17. September 2015

Armin Greder: Die Insel - Eine tägliche Geschichte






Ich brauche das Buch nur aufschlagen, um zu sehen, wie aktuell diese Geschichte ist.



Ein dunkles, alles verschlingendes Meer.


Am Morgen fanden die Inselbewohner einen Mann am Strand,
da wo Meeresströmung und Schicksal sein Floß hingeführt hatten.
Er stand auf, als er sie kommen sah.

Er war nicht wie sie.


Bedrohlich sehen die Männer aus, wie sie da vor ihm stehen. Bewaffnet mit Gartengeräten. Sie wollen lieber, dass er gleich wieder verschwindet. Dorthin, wo er hingehöre.

Nur der Fischer, der das Meer kannte, stand ihm bei. Und so nahmen sie ihn auf.
Aber nicht etwa in ihrer Mitte. Nein, abseits, in einen alten Ziegenstall sperrten sie ihn ein. Ließen ihn dort hungern und frieren.

Dieser Mann, dieser Mensch steht für all die Menschen, die derzeit bei uns Zuflucht suchen. Die es geschafft haben in unser Land, mit ein paar Habseligkeiten oder nur mit dem, was sie am Körper tragen. Die Furchtbares erleben mussten. Die in ihrer Heimat alles verloren haben.
Und wie wurden sie zuerst empfangen. Mancherorts wollte man sie nicht. Zündete sogar Flüchtlingsunterkünfte an.
Haben wir Angst vor ihnen? Vor Menschen, die viel mehr Angst haben, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt. Die in Frieden leben wollen.

Und was tut die Politik. Die Grenzen werden kontrolliert. Die Europäische Union will Flüchtlingsboote, die auf dem Weg nach Europa sind, zerstören.

Armin Greder hält uns einen Spiegel vors Gesicht. So darf man mit Menschen nicht umgehen.
60 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht. Nur ein winzig kleiner Teil von ihnen kommt zu uns. Und gerade wir müssen dafür sorgen, dass sie hier menschlich aufgenommen werden, hier eventuell auch eine neue Heimat finden.






Sind das wirklich wir? Können wir Menschen in Not keine Menschlichkeit entgegenbringen? Doch, das haben wir in München und anderen Städten gezeigt.

Mittwoch, 16. September 2015

Thomas Hardy: Herzen im Aufruhr

http://www.fischerbuch.de/product/4099276460840372557/Buecher/Thomas-Hardy/Herzen-im-Aufruhr


Nachdem sein Buch zuerst verrissen wurde, stellte man plötzlich fest, dass es "ein moralisches Werk sei und ein schwieriges Thema auf ernste Art behandle" - was er selbst im Vorwort schon schrieb.
Das war Grund genug für Thomas Hardy, mit dem Romane schreiben aufzuhören. Und es folgten tatsächlich nur noch einige Erzählungen.

Wir befinden uns im viktorianischen England. Von klein auf, seit der Schulmeister aus dem Dorfe fortzog, war es Judas Wunsch, ihm nach Christminster zu folgen. Doch die Stadt war weit weg. Wie sollte er das schaffen? Nein, sein äußeres Leben spielte sich im Laden seiner Großtante ab. Doch er hatte Träume.

Aber greifbar gegenwärtig, lebensbestimmend wurde ihm die Stadt vor allem durch die eine feststehende Tatsache, dass der Mann, dessen Wissen und Ziele ihm so verehrungswürdig schienen, wirklich und wahrhaftig dort lebte; und nicht nur das - er bewegte sich unter den gedankenreichen, geistig bedeutenden Menschen, die dort ihren Wohnsitz hatten!
Gerade das Richtige für ihn. Und so las er in jeder freien Minute.

Doch dann lernte er Arabella kennen und er ließ sich von seiner Studiererei ablenken. Arabella war berechnend. Sie wollte unbedingt erreichen, dass Judas sie heiratete. Was mich wundert, da er doch im Prinzip ein armer Tropf ist. Gutmütig, gutgläubig - ja, aber nicht reich.

Dann passiert es. In dem Moment, da er sich vornimmt, Arabella zu verlassen und fortzugehen, eröffnet sie ihm, dass sie schwanger ist. Obwohl er andere Träume hatte, steht er zu ihr und heiratet sie. Er ist ein anständiger Kerl.

Um sich selbst zu beschwichtigen, hielt er an einem Bild von ihr fest, das er sich künstlich zurechtgemacht hatte. Was er von ihr dachte, war das Ausschlaggebende, nicht Arabella selbst, sagte er sich zuweilen kurz und bündig.

Ja, insgeheim wusste er, dass Arabella keine gute Vertreterin ihres Geschlechts war.
Sie ziehen in ein kleines Haus, wobei Arabella davon ausgeht, dass es nur vorübergehend ist. So lange, bis Judas Geld verdient und ihr Kleider und Hüte kaufen würde.
Eines Abends eröffnete sie ihm, dass sie sich, was die Schwangerschaft anbelangt, geirrt hat. Judas ist wütend.
Er überlegt, was das für eine Gesellschaft ist, in der er seine jahrelangen Studien fallenlassen musste wegen einer Schwäche, der er nachgegeben hatte.

Mich wundert wirklich, dass Arabella es darauf angelegt hat, Judas zu heiraten. Ihre Rechnung, ihm ein Kind unterzuschieben, das es gar nicht gibt, ging auf. Und dann verlässt sie ihn und geht nach Australien.
Judas Kindheitswunsch erfüllt sich. Er geht nun wirklich nach Christminster. Aber er bekommt keinen Fuß in die Universität. Sein Leben besteht aus tagsüber arbeiten und des Nachts studieren. Bis er seine Cousine Sue trifft und sich kopflos in sie verliebt.
Schön beschreibt Hardy Judes' inneren Konflikt. Ist er doch verheiratet und dürfte Sue nur als Verwandter begegnen.
Und dann muss er miterleben, wie er Sue anscheinend an seinen ehemaligen Lehrmeister verliert. Und er selbst hat das möglich gemacht, indem er dafür gekämpft hat, dass Sue bei ihm als Aushilfslehrerin arbeiten konnte.

Diese "Dreiecksgeschichte" zeigt doch irgendwie die verquere Moral dieser Zeit. Wenn die Ehe nicht funktioniert, darf man sich anscheinend nicht scheiden lassen.
Arabella zum Beispiel nimmt das ganz locker. Sie verlässt einfach ihren Mann und lebt mit jemand anderem zusammen, ja hat im Ausland sogar geheiratet.
Sue und Juda zerfleischen sich fast gegenseitig vor lauter moralischen Fesseln.

Sue hat zwischenzeitlich Richard, den Lehrmeister, geheiratet. Aber auch das ändert nichts an den Gefühlen zwischen Sue und Juda. Sie wissen genau, sie dürfen nicht, aber sie können nicht voneinander lassen.
Juda verbrennt seine religiösen Bücher, um nur als Sünder zu leben. Und Sue flieht aus dem Schlafgemach des Paares. Sie findet es schrecklich und grausam, wie alles eingerichtet ist.

Sue bittet Richard um die Trennung, damit sie mit Jude zusammenleben kann. Das möchte Richard aber nicht zulassen, da sie sonst die Achtung und Zuneigung aller Leute verlieren würde. Was Sue so ziemlich egal war. Aber Richard willigt ein, in seinem Haus getrennt zu leben. Das beruhigte Sue die erste Zeit, doch sie wurde immer unruhiger.
Und so hat Richard Phillotson seine Frau freigegeben. Sie haben ihren Auszug so eingerichtet, als ob sie alleine auf Reisen geht. Nach einer gewissen Zeit wurden aber Fragen in der Stadt und auch in der Schule laut. Im Kollegium musste Richard dann die Wahrheit sagen, dass er seine Frau hat gehen lassen. Was man überhaupt nicht verstehen konnte und ihm nahebrachte, er möge die Schule verlassen. Aber er ließ es auf einen Streit an kommen, nach dem er krank zu Bett lag.
Da wird der Mann dafür bestraft, dass er sich menschlich zeigt.

Sue und Juda leben nun miteinander, bekommen sogar Zuwachs, da Arabella Juda eröffnet, dass er einen Sohn hat und er sich um ihn kümmern muss. Damit alles seine Ordnung hat, wollen die beiden nun endlich heiraten...

Klappt das gemeinsame Leben? Lest selbst.