Donnerstag, 25. Dezember 2014

Jon Krakauer: In die Wildnis

Ich hatte gar nicht mehr in Erinnerung, dass die Hauptfigur, um die es sich hier dreht, gar nicht mehr lebt. Der junge Chris McCandless war ein sogenannter "Aussteiger". Er kam aus einer wohlhabenden Familie. Er spendete sein finanzielles Guthaben. Nahm einen anderen Namen an und wanderte durch Nordamerika. Nach gut vier Monaten fand man ihn tot in Alaska. Was war geschehen? Jon Krakauer schrieb einen fünfseitigen Artikel im "Outside". Doch das Schicksal des jungen Mannes ließ ihm keine Ruhe. Und so machte er sich an die Arbeit. Die Geschichte (die es ja wirklich gab) ist beeindruckend. Beim Lesen werde ich ein wenig an diese Crime-Sendungen erinnert, wo wahre Fälle nachgestellt werden. Es gibt einen Haupterzähler, Jon Krakauer. Im Buch lässt er die Leute zu Wort kommen, die den jungen Mann auf seinen Tramps kennengelernt haben. Und die von ihm größtenteils schwer beeindruckt waren. Er war jemand, den man nicht in eine Schublade stecken konnte. Einerseits verachtete er jeden Luxus, überhaupt Geld, Karriere und alles, was sich seine Eltern für ihn wünschten. Andererseits konnte er den Menschen gut das Geld aus der Tasche ziehen. Er las immer wieder Jack London. Ließ er sich von ihm beeinflussen, ohne daran zu denken, dass Londons Geschichten nur Geschichten waren?


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