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Sonntag, 12. August 2012

Kate Morton: Das geheime Spiel

Wie schon beim "verborgenen Garten" war ich auch hier sofort in der Geschichte drin. So etwas passiert mir ja nicht oft bei Büchern. Und beim Lesen habe ich immer an "Die dreizehnte Geschichte" denken müssen. Aber da ich das ja so wunderschön finde, machte mir das nichts aus. Hannah, Emmeline und David leben auf Riverton Manor. Hannah und Emmeline sind grundverschieden. Während sich Emmeline ganz dem Willen ihres Vaters unterordnet, beklagt Hannah, dass sie nicht zur Schule darf. Und sie echauffiert sich darüber, dass Gott Weiblein und Männlein mit zweierlei Maß bestraft. Sie nennt sich eine Sufragette.
Grace hat damals schon die Dorfschule besucht und wollte so gerne Lehrerin werden. Doch ihre Mutter schlug ihr den Wunsch ab. So wurde sie Dienstmädchen auf dem Gut Riverton Manor.
Trotz des leichten Einstiegs in die Geschichte packte sie mich nicht. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch geschraubt.
So richtig was passieren tat auch nichts, es plätscherte so dahin. Vom Klappentext her habe ich eine andere Geschichte erwartet.
Kate Norton hat einige Stränge begonnen, die sie ruhig hätte weiter verfolgen können. Mir kommt vieles nur angefangen und nicht richtig beendet vor. Können tut sie das, das hat sie im "verborgenen Garten" bewiesen.

Auf den letzten 100 Seiten, da wurde es noch richtig abenteuerlich. Aber für ein gutes Buch ist das einfach zu wenig.

Kate Morton: Der verborgene Garten

Ich habe die ersten Sätze gelesen und war sofort drin in der Geschichte und hätte das Buch gerne auf Anhieb bis zum Ende lesen wollen.
Das Cover ist schon mal ein einziges Fragezeichen. Eine Treppe, die in einem Park liegen könnte oder auch in einem Garten, die ins Nichts führt. Man sieht ihr Ende nicht. Wohin mag sie uns führen? Wegen dieser Treppe bin ich im Buchladen auf das Buch aufmerksam geworden.

Mich führt sie in eine Geschichte, die zwischen 1900 und 2005 hin- und herspringt. Zum Glück wurde ich schnell mit den Hauptrollen warm. Diese Geschichte beginnt 1913 in England, London. Ein kleines Mädchen sitzt versteckt auf einem großen Schiff. Um dieses kleine Mädchen, Nell, die spätere Großmutter von Cassandra, geht es. Sie erfährt mit 21 Jahren, dass ihre Eltern nicht ihre leiblichen Eltern sind. Sie geht von zu Hause weg und baut sich ein eigenes Leben auf. Und als Erwachsene, sie hat selbst schon eine Tochter und eine Enkelin, versucht sie herauszubekommen, wer sie ist, woher sie kommt.
Als Nell stirbt, hinterlässt sie Cassandra ein Cottage in Cornwall. Sie hatte keine Ahnung, dass ihre Großmutter so etwas hatte. Nell machte in Antiquitäten und nicht in Immobilien. Und sie lebten immer gerade ganz gut mit dem Auskommen.
Cassandra beginnt nachzuforschen. Sie möchte Näheres über Nells geheimnisvolle Herkunft erfahren. Als sie ein Notizheft ihrer Großmutter entzifferte, erfuhr sie, dass diese selber auf der Suche nach ihrer Identität war. Die Notizen brachen ohne Ergebnis ab. Warum? Als Cassandra das letzte Datum sah, wusste sie es.
Sie selbst war der Grund. Ihre Mutter brachte sie damals zu Nell, für zwei Wochen, wie sie sagte. Aus den zwei Wochen wurde eine lange Zeit, so dass Nell ihre Nachforschungen beendete und stattdessen Cassandra ein neues Heim schuf.
Cassandra macht sich nun auf den Weg, herauszufinden, was ihre Großmutter nicht mehr geschafft hat. Sie beginnt in der Vergangenheit zu forschen.

Mir, vor allem als Biografiesammlerin, hat dieses Buch unwahrscheinlich gut gefallen. Ich forsche auch gerne nach Personen, leider kann ich mir Reisen nach Übersee nicht leisten.